Milchsäuretest & seit 3 Tagen vegan

Kurz vor dem Jahreswechsel hatte ich noch einen finalen check up bei Bernie in der Sportpraxis. Wir haben wieder eine Laktat (Milchsäure)-messung gemacht LBD_Lauf_Matthai_Christian_29.12.2014, um meine Trainingsfortschritte zu überprüfen und dementsprechend den Trainingsplan adaptieren zu können. Erfreulicherweise – und dieses Gefühl hat sich schon während des Trainings bemerkbar gemacht – habe ich mich auch „am Papier“ verbessert. Es läuft also tatsächlich alles wie gewünscht und nach Plan. VCM here I come! Trotzdem bleibt noch einiges zu tun. Ich nehme das Training tatsächlich auch sehr ernst und möchte nun, wo das neue Jahr begonnen hat, versuchen noch einen draufzulegen. Luki, der für mein Krafttraining zuständig ist, hat mir nun auch einen neuen Plan erstellt. Die Übungen lassen das Ziel schon im Ansatz erkennen. Es ist wirklich spannend, denn das Krafttraining soll meinen Körper auf die Liegestütze und vor allem auf den anstehenden Schweitzer Krafthandstand vorbereiten. Ein Punkt auf der „to do-Liste“, der mir mindestens so im Magen liegt wie das über glühende Kohlen laufen. Obendrein habe ich die Sorge, dass ich bis April zu viele Muskeln aufbaue, die ich dann beim Marathon wieder mit mir rumschleppen muss. Der Versuch gleichzeitig für Kraft, Ausdauer und Koordination zu trainieren macht wirklich Spaß und ist auch für mich sehr spannend! Neben dem Training hat vor nun 3 Tagen auch mein erstes Ernährungs-Experiment begonnen. Meine Familie (Lisa sei Dank) und ich leben seit 1.1.2015 vegan. Das ginge wohl auch nicht anders, denn sich vegan zu ernähren schränkt einen schon sehr ein. Würde das nur einer in der Familie tun, so müsste man sehr oft verschieden kochen. Aus diesem Grund hat sich meine Frau bereit erklärt mitzumachen. Meine Erwartungshaltung an die vegane Ernährung ist sehr hoch. Habe ich doch in den vergangenen Monaten bereits von vielen Patienten gehört, dass es ihnen durch das rein vegane Essen deutlich besser geht. Hat man prinzipiell kein Problem damit Tiere zu essen, so erwartet sich das vegane Greenhorn doch zumindest eine deutliche Verbesserung der Befindlichkeit. Das trifft auf mich zu. Ich mag Fleisch. Ich mag es nicht, dass Tiere auf unzumutbare Art und Weise gezüchtet, aufgezogen und getötet werden! Aus diesem Grund kaufe ich wann immer es geht Fleisch vom Biobauern. Ich ernähre mich also nicht aus ethischen Gründen vegan, sondern weil ich herausfinden möchte, ob man – sprich ich – sich tatsächlich besser fühlt. Denn ernährungsmedizinisch gesehen muss man ja nicht unbedingt zur veganen Ernährung raten. Soll heißen: „Wer ab und zu Fleisch isst – also deutlich seltener als der Durchschnittsösterreicher – der tut seiner Gesundheit sicher nichts Schlechtes. Isst man täglich Fleisch- und Wurstwaren, so ist das ungesund. Das weiß man mittlerweile aus vielen Studien. Ich möchte mich also unbedingt besser fühlen, wenn ich nun schon auf tierische Produkte verzichte. Und ich sage es euch ganz ehrlich. Auf Fleisch zu verzichten ist eine leichte Übung. Die gesamte Palette der Milchprodukte zu meiden, ist schon eine größere Herausforderung, da ja in vielen Lebensmitteln auch Milch- oder Eikomponenten enthalten sind. Die erste „Überraschung“ erwartete meine Frau und mich bereits am Neujahrsmorgen als wir statt Kuhmilch zum Kaffee eben eine pflanzliche Variante verwenden mussten. Wir entschieden uns für Haselnuss- bzw. Mandelmilch. Gar nicht so schlecht. Sojamilch kannte ich bereits, die finde ich auch ganz gut. Man muss bei den Kuhmilchalternativen nur aufpassen, dass sie nicht mit Zucker versehen sind. Denn das würde dann ja am gesunden Sinn und Zweck vorbeiführen. Meine Sorge? Ich muss darauf achten, dass ich jetzt für mein Sportprogramm genug Eiweiß bekomme. Nicht dass das vegan nicht ginge. Als Vegan-Einsteiger neigt man jedoch dazu sehr viel Gemüse zu essen und darin ist bekanntermaßen wenig bis kein Eiweiß enthalten. Und den ganzen Tag Tofu zu essen ist auch öde. Ich konzentriere mich zusätzlich also auch auf Hülsenfrüchte und dergleichen, dann wird das schon klappen!
Eines hab ich auch schon gemerkt. Diejenigen, für die vegan Neuland bedeutet sollten sich schleunigst auf die Suche nach coolen Kochbüchern machen, denn sonst wird das Einkaufen und Kochen schnell langweilig und eintönig. Hab ich in den letzten 2 Tagen bereits bemerkt. Also, auf zum Bücherladen und vegane Kochbücher suchen! Kommt ihr mit? Macht ihr mit?

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5 Gedanken zu “Milchsäuretest & seit 3 Tagen vegan

  1. Lieber Christian!
    Fein, dass Milchsäuretest sich verbessert hat.
    Und echt toll, dass Deine Frau, da mitmacht bei veganer Ernährung.
    Viel Glück;
    lg Sabina
    PS: Ich bin noch am Überlegen, ob ich es auch probieren soll, eventuell zu einem späteren Zeitpunkt 🙂

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      • Ich bin Dez 2013 vegan geworden, aus Verzweiflung, ich wog 185 kg heute 1 Jahr später wiege ich 60 Kg weniger und bin glücklich. Ich kann nur „Gabel statt Messer“ empfehlen ein guter Film und die
        China Study und die „Starch Solutions“ zwei super Bücher.
        Es gibt viele Alternativen Reismilch, Kokosmilch, Kokosblütenzucker, Reissahne Apfelmark usw.
        Es fehlt einem nichts, ich als Eßsüchtige kann das sagen. Ich bin wie neugeboren und habe mittlerweile
        auch sportlich unterwegs walken, schwimmen und radfahren. Ich habe auch jetzt ein super Blutbild.
        Ich bereue es nicht vegan geworden zu sein und kann es nur weiterempfehlen. Ich bin auch mein Rheuma losgeworden.Man findet im Internet und auf You Tube viele Kochrezepte.

        Lg
        Ursula

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