Vom Winde verweht

Sollte es beim Vienna City Marathon nicht stürmen, so wird mir etwas fehlen…so oft wie ich in letzter Zeit bei orkanartigen Böen unterwegs bin. Macht ja nix, waren heute ja nur 24km. Das geht schon und warum es einfach haben, wenn man es auch etwas komplizierter haben kann 😉
Ein bisschen kompliziert gestaltet sich für mich ehrlicherweise auch das Thema „vegane Ernährung“. So gesund, ehrenwert und sinnvoll es sein mag (wobei ich abgesehen vom Ehrenwerten die beiden anderen Attribute in Frage stelle), irgendwie werde ich mit dieser Ernährungsweise nicht wirklich warm. Wie bereits angekündigt, hatte ich mir vom veganen Essen wirklich viel erhofft und erwartet. Ehrlicherweise muss man sagen, dass ich mich auch davor schon sehr gut und gesund ernährt habe, und so der Unterschied wohl gar nicht so gravierend hätte ausfallen können. Wie auch immer. Ihr kennt das, man erhofft sich eben schon einen deutlichen Benefit, wenn man auf viele Dinge verzichtet, die einem lieb und teuer waren. Bis heute – und mittlerweile habe ich 11 Tage vegan hinter mir – hat sich leider nichts getan. Ich fühle mich weder besser noch schlechter. Schmecken tut es allemal! Hier ein Bild meiner Rote Rüben-Kokos-Suppe aus dem Buch „Vegan Genial“ vom Neun Zehn Verlag. DSC_0287
Dennoch hadere ich vor allem noch mit dem Thema Eiweißversorgung. Bei einer gesunden Ernährung geht es sicher auch darum weniger Fleisch zu essen. Ja vielleicht sogar darum gar kein Fleisch mehr zu essen. Dennoch geht es auch darum sich ausgewogen zu ernähren. Und zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch Eiweiß dazu. Sehr viele Menschen vernachlässigen den Eiweißanteil was mit gesundheitlichen Konsequenzen einhergehen kann. Das darf man nicht unterschätzen! Der Mensch benötigt zumindest 0.8g Eiweiß pro kg Körpergewicht und Sportler benötigen meistens deutlich mehr. Derzeit liegt mein Trainingspensum bei 7-8 Stunden pro Woche. Die Regenerationsphasen werden also immer wichtiger. Und für diese Muskelregeneration benötigt der Körper Aminosäuren, also Eiweiß! Lakto-Vegetarier machen das gut und können sich leicht mit Eiweiß versorgen. Quark/Topfen oder Hüttenkäse sind sehr gesunde und hochwertige Eiweißquellen. Wer als Vegetarier auch noch Eier und Fisch isst, der braucht überhaupt kein Fleisch mehr. Mit Ausnahme der Menschen, die unter einem Eisenmangel leiden. An deren Stelle würde ich in jedem Fall ab und zu Fleisch essen. Anyway. Ich bleibe dran, ich bleibe vegan und schaue mal, was die nächsten 3 Wochen noch so bringen.
In jedem Fall macht das Training sehr viel Spaß! Auch wenn es manchmal hart und mühsam ist. Wie eben heute, wenn es stürmt. Aber genau in dieser Situation, genau in diesem Moment, nämlich wenn man nach Hause kommt und man weiß: „Ich habe es geschafft, ich habe nicht gekniffen, ich habe mich überwunden!“ Genau in diesem Moment ist das ein richtig, richtig gutes Gefühl. Und mit einem Lächeln auf den Lippen sagt man leise vor sich hin „no pain, no gain“.

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3 Gedanken zu “Vom Winde verweht

  1. Also die Rote Rübensuppe sieht lecker aus und schmeckt sicher ausgezeichnet – aber da musst nach 24 km laufen nicht nur einen Teller zu Dir nehmen , ! oder ?
    Cool , daß Du das alles so durchziehst , aber auch Deine eigenen Beobachtungen und Gefühle rüberbringst – ist wichtig für die Menschen die glauben , nur vegan ist gesund !
    Na dann eine weitere erfolgreiche Woche und bin gespannt, was ich am Freitag neben Euch essen werde ?? 🙂

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  2. Hallo,
    zum Thema „vegan“ und „Eiweißzufuhr“ gibt es ja einige vorbildhafte Athleten, welche vegan sehr erfolgreich sind. Herr Matthai, das dürfte sicher für Sie kein Problem sein, da Sie sich mit der Ernährung sehr gut auskennen. 🙂 Beherzigt man lt. Matt Frazier „A grain, a green & a bean“ pro Mahlzeit, ist man wohl ganz gut davor… Aber nun haben Sie ja Ihren veganen Monat fast geschafft – herzlichen Glückwunsch!
    Viele Grüße und weiter so…

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