Der Red Bull 400: Unfassbar hart, aber cool!

Wer mal was richtig Verrücktes, wirklich Brutales, aber doch irgendwie Cooles machen möchte, der meldet sich am besten gleich jetzt schon zum nächsten Lauf auf die Schanze an. Gleich! Denn drüber nachdenken solltet ihr nicht! Vergangenen Samstag war es bei mir soweit. Der nächste Bewerb stand am Kalender und es wurde Zeit die 400 härtesten Meter meines Lebens zurückzulegen. Und tatsächlich waren es die 400 härtesten Meter meines Lebens. Ihr könnt euch/man kann sich nicht vorstellen, dass einen 400m derart beanspruchen können. Im Nachhinein wundert es mich, dass bei diesen Bewerben nicht mehr passiert, denn hier wird einem wirklich ALLES abverlangt. Dein Puls steigt schon nach den ersten paar Metern auf über 190 an und bleibt dann für weitere 5min. genau dort. Eben dort wo man es kaum für möglich hält, dass er dorthin kommen kann. Man schnauft wie eine Dampflok, die Beine werden nach den ersten 100-200m derart sauer, dass man sich kaum noch zu spüren vermag. Unglaublich! Ja ich meine, fast schon verblödet, aber dann doch irgendwie richtig cool. Vor allem, wenn man es geschafft hat. Nämlich ganz bis nach oben. Die Qualifikation für das Finale habe ich knapp verpasst. 195 Teilnehmer haben sich qualifiziert und ich bin 201. von 500 Startern geworden. Auch wenn ich ein wenig enttäuscht bin, dass ich mich nicht qualifizieren konnte, so bin ich wirklich heilfroh, dass ich die Schanze nicht ein 2.Mal bezwingen musste. Ich denke, das wäre mein Untergang gewesen…Unterm Strich hat es aber Spaß gemacht und für alle, die Sport-Freaks wie ich sind, ist es ein tolles Event, das ich gerne weiter empfehlen kann. Man sollte halt ein bisschen länger als 6 Wochen (so wie ich) dafür trainieren. Ging bei mir nicht anders, da ich ja so einiges auf meiner Sport-to do-Liste stehen habe. Die 4-5kg, die ich mir in den letzten Wochen rauftrainiert habe, hätte ich mir auf der Schanze aber sparen können. Denn hier gilt ganz klar: Umso leichter, desto besser. Hier ein paar Impressionen des Bewerbs…


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So, jetzt geht´s gleich weiter zur nächsten Challenge! 100kg Bankdrücken stehen an der Reihe. Ich bleib am Ball. Bleib stets bemüht mein Bestes zu geben und in die bestmögliche Form zu kommen. Wie sieht´s mit euch aus? Seid ihr dabei? Lasst euch nicht hängen, es zahlt sich aus! See you soon! Ein GROSSES DANKE auch noch mal an meine liebe Frau Lisa und meine Söhne Levi & Luis! Ihr wart einfach eine ganz tolle Unterstützung!!!

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Backe, backe Kuchen (Brot)

So sehr ich Gefallen an der Paleo-Diät finde, so sehr nervt mich „die wichtigste Mahlzeit des Tages“ das Frühstück. Hier gestaltet sich die Auswahl der Speisen nämlich mit Abstand am schwierigsten. Ihr wisst ja, bei Paleo sind weder Getreide noch Milchprodukte erlaubt. Ich kann und will mich nicht ausschliesslich mit Eiern verköstigen. Aus diesem Grund habe ich bereits einige im Internet angebotene Fertig-Backmischungen ausprobiert. Mein Fazit ist aber auch hier eher enttäuschend.  Trotzdem finde ich es cool, was es mittlerweile alles gibt. Einen Familienbesuch in Nürnberg habe ich gleich dazu genützt  die „soulfood-lowcarberia“ aufzusuchen. Ein Cafè für Paleo und low-carb-Anhänger. Durchaus besuchenswert! Das Frühstück wird dadurch aber auch nicht besser 😉

Durch das intensive Krafttraining nehme ich derzeit ordentlich an Gewicht zu. Meine Frau freut sich drüber, da sie mich als ausgemergelten Radsportler nicht so „spannend“ fand. Es ist eben wie es ist: Frauen lieben Muckis 🙂

Auf was man bei Paleo aufpassen muss ist die Tatsache, dass man einerseits sehr viel Fett (vor allem über Nüsse) isst und andererseits (ich zumindest) ganz gerne eine nicht unbeträchtliche Menge an Trockenfrüchten als Alternative zu Zucker konsumiert, denn Zucker ist ja strikt verboten! Somit kann es schon passieren, dass eine Hand voll getrocknete Datteln in meinem Bauch verschwindet. Und das ist dann auch nur Augenauswischerei, denn Datteln haben zwar keinen Haushaltszucker drin, sind aber wahre Fruchtzucker- und Kalorienbomben!

Der Redbull400 naht. Auch wenn ich es genieße beim Krafttraining gute Fortschritte zu machen (stehe derzeit bei 56 Liegestütze am Stück und etwa 90kg Bankdrücken), so macht mir das Schwererwerden für den kommenden Lauf doch Sorgen. Schliesslich muss ich ja jedes Kilogramm mit auf die Schanze schleppen 🙂

Anyway. Sport macht Spaß! In jeder Form! Es ist toll mit anzusehen wie man seinen Körper formen und durch gezieltes Trainings an spezielle Beanspruchungen adaptieren kann.

Und: Nach all den Ernährungsexperimenten kann ich sagen: Die eine spezielle immer passende Diät gibt es nicht! Wer sich viel mit der Ernährung beschäftigt lernt sich selber gut kennen und wird mit der Zeit herausfinden was ihr/ihm am besten bekommt. So kann jeder von uns seine spezielle Ernährungsform finden und leben!

Kümmert euch drum! Es zahlt sich aus!

Das Treffen mit „DER Wildsau“

Wie ihr ja bereits wisst, nehme ich – sozusagen als krönender Abschluss meines Sportjahres  – an einem Bewerb teil, der sich „Wildsau-Run“ nennt. Nein, es geht dabei nicht darum, dass man einem Schwein hinterher läuft. Bestenfalls sieht man danach vielleicht wie ein „(Dreck)Schwein“ aus, da man sich im Rahmen des Laufes (so habe ich es mir sagen lassen) doch das ein oder andere Mal auf den Boden – wenn nicht in den Dreck – begeben muss. Doch um wirklich herauszufinden was mich bei dem Bewerb erwarten könnte, habe ich mich mit einem Mann getroffen, den man „Director of Pain“ nennt. Bei dem Namen stellt man sich einen Mann vor, der einem mit blossen Händen den Kopf abreissen könnte und sich daran erfreut andere Menschen zu quälen. Ersteres ist bei Gregor Melzer, dem Initiator des „Wildsau-Run“, mal nicht der Fall. Ich persönlich hätte ihm ja auch Zweiteres nicht zugetraut, sein schmunzelndes Lächeln verriet aber, dass der Spitzname „Director of Pain“ nicht von irgendwo herkommt. Wie kam Georg 2009 auf die Idee ein solches Event auf die Beine zu stellen? „Laufen sei langweilig. Und wenn, dann sollte es schon richtig weh tun!“ Gesagt, getan. So entstand im selben Jahr der erste Bewerb mit wenigen Teilnehmern, der mittlerweile auf ein Event der Superklasse mit über 1.500 Teilnehmern! gewachsen ist. Als ich Georg nach ein paar Tipps fragte, schmunzelte er nur. So als würde er meinen, dass ich so oder so leiden würde. Als er mir dann riet auf jeden Fall „Neoprensocken“ (bis dato wusste ich nicht mal, dass es so was gibt!?) zu besorgen, schluckte ich kurz. Auch wenn ich Georg während des Laufes am 17.10.2015 mit Sicherheit mehrfach verfluchen werde, so kann ich sagen, dass er sehr sympathisch ist und zumindest auch nett „wirkt“ 😉 Eines sollte man ihm jedoch ankreiden: Er verriet mir nämlich, dass er die Bewerbe bis heute immer nur organisiert und noch nie selber teilgenommen hat! Auf geht´s Georg, wir sehen uns am 17.10. auf der Strecke!?

Denjenigen, die sich heute für den Bewerb begeistern ließen, darf ich verraten, dass es noch wenige Reststartplätze gibt. Also schnell anmelden unter www.wild-sau.com.

Dahingehend kommt mir mein momentanes Trainingsprogramm sehr zugute. Das intensive Krafttraining, das ich für die Liegestütze, das Bankdrücken und den Krafthandstand mache wird mir bei dem Bewältigen der Hindernisse nützlich sein und das up-hill-Lauftraining für den RedBull400 (rauf auf die Schanze) ist perfekt, um die hügelige Strecke zu meistern. Du siehst Georg: „I will be prepared!“

PS: Es gibt auch noch weitere Bewerbe in Salzburg am 05.09. und in Raabklamm am 03.10.2015!

Ich gehe mir jetzt mal Neoprensocken besorgen 😉 Keep on movin!

Und täglich grüßt das Murmeltier!

Ich habe die Projekte dieses Sport-Blogs mit Absicht sehr abwechslungsreich gestaltet.  Was ich dabei nicht bedacht habe ist die Tatsache, dass ich bei jeder neuen Challenge auch wieder von vorne anfangen „darf“. Zurzeit habe ich ja 2 Herausforderungen zu bewältigen: Die Paleo-Diät und das Training für den RedBull400. Beim RedBull400 gilt es (dieses Jahr in Bischofshofen) 400m mit einer maximalen Steigung von 38%!!! zu bewältigen. Die Besten brauchen dafür etwa 5min.! Da kann man sich vorstellen wie anstrengend das ist bzw. wie langsam man da nur mehr laufen kann, falls man überhaupt noch laufend vorankommt. Auf einem Hang vor meiner Haustür habe ich die perfekten Trainingsbedingungen dafür.  Dort befindet sich eine Wiese mit einer steilen Strecke von 600m, die eine durchschnittliche Steigung von 22% aufweist. Auch wenn ich die letzten Monate Marathon gelaufen bin und viele Hunderte Kilometer mit dem Rad zurückgelegt habe  – also mich durchaus konditionell in Form gebracht habe – beginne ich mich auf meiner up hill-Trainingsstrecke ganz schnell wieder wie ein „sportliches Greenhorn“ zu fühlen. Dermaßen steil bergauf zu laufen ist nicht nur was ganz Anderes als Marathon zu laufen oder Rad zu fahren, sondern verlangt einem wirklich ALLES ab! Meine Einheiten dauern nicht viel länger als 1 Stunde. Ich lege dabei nicht viel mehr als 5km zurück. Dennoch macht mich das intensive Training richtig „fertig“. Nach meiner ersten up hill-Einheit bekam ich als Belohnung den schlimmsten Muskelkater meines GESAMTEN Lebens! Und ich hatte schon sehr viele Muskelkater! Ich habe meine Oberschenkel eine ganze Woche lang gespürt. Unfassbar! Gut, aber das ist nun auch Geschichte und meine Beine haben sich mittlerweile an die neue Belastung gewöhnt. Man fängt eben immer wieder von vorne an, sobald man sich neue Herausforderungen sucht. Jedes Projekt bleibt eine Challenge für sich.

Parallel dazu versuche ich meinem großen Ziel 100 Liegestütze am Stück zu schaffen näher zu kommen und folge mit Mühe, aber Begeisterung  der Paleo-Diät. Auch wenn ich noch ein großes Stück von den 100 Wiederholungen entfernt bin, so komme ich bei den Liegestützen doch ganz gut voran…

Ich wünsche euch eine tolle Sommerzeit und hoffe, dass ihr das schöne Wetter, so wie ich auch, für sportliche Aktivitäten nutzt! Gibt es in Wien eigentlich einen Paleo-Eissalon?  😉

Die Paleo-Diät

Seit 3 Tagen lebe ich in der Steinzeit. Die Paleo-Diät folgt den Prinzipien eines steinzeitlichen Ernährungsverhaltens mit vielen weiteren Einschränkungen und Auflagen. Auf den Punkt gebracht bedeutet das für mich in den kommenden 4 Wochen auf fast alle Kohlenhydrate (eine Ausnahme stellen Süßkartoffeln dar) inklusive Zucker, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, alle Fertiggerichte und künstliche Zusatzstoffe oder verarbeitete Lebensmittel zu verzichten. Man isst also viele Nüsse, Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Eier. Das größte Hindernis stellt dabei das Frühstück dar. Esst mal am Morgen ohne Kohlenhydrate und Milchprodukte!? Auch wenn es anfangs aufwendig und mühsam ist, so fühle ich mich nach 3 Tagen sehr wohl. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie fühle ich, dass mir diese Art der Diät nicht schlecht bekommt. Man muss nur aufpassen, dass man nicht jeden Tag Fleisch isst. Es gilt also zwischen Eiern, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten zu variieren. In den letzten Tagen gab es in der Familie Matthai Frittatas, Kokos-Mandelbrot mit Spiegelei, Gurken-Avocado-Annanas-Garnelen-Salat oder Chiasamen-Pudding.

Es geht, wenn man nur will. Jeder sollte die für sich passende Ernährung finden. Dafür gilt es sich mit der Ernährung zu beschäftigen und sich durchzutesten. Nur so kanns klappen. Und es klappt, wenn man sich bemüht.

Es klappt, wenn man hart arbeitet. Als ich kurz nach dem Radrennen mit dem Krafttraining begonnen habe, schaffte ich gerade mal gut 20 Liegestütze. 4 Wochen später mit 5 Krafttraining-Einheiten pro Woche (bei denen ich mich wirklich quäle), wiege ich bereits 3kg mehr und schaffe schon 52 Liegestütze am Stück. Vor vielen Jahren lag meine Bestleistung bei 53 Stück. Auch wenn ich von den angestrebten 100 noch ein ganzes Stück weit weg bin, so bin ich nur noch 1 von meiner Bestleistung entfernt.

Ich werde auch hier in die Form meines Lebens kommen…und ihr schafft es auch! Go for it!

Anbei ein Auszug aus meinem kulinarischen Speiseplan…

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